Vorstellungsgottesdienst in Wolfersweiler
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„Ich habe dich bei deinem Namen gerufen“ – Konfirmanden begeistern mit persönlichem Gottesdienst
Wer bin ich eigentlich? Nur eine Nummer im System, ein Notendurchschnitt in der Schule oder doch ein einzigartiges Individuum? Mit diesen existentiellen Fragen beschäftigten sich die diesjährigen Konfirmanden in ihrem beeindruckenden Vorstellungsgottesdienst am vergangenen Samstag, den 7. März 2026. Unter dem Gedanken „Denn Gott hat dich bei deinem Namen gerufen“ gestalteten die Jugendlichen einen tiefgründigen Gottesdienst.

Die Grundlage für diesen besonderen Gottesdienst legten die Jugendlichen bereits während ihrer gemeinsamen Konfifreizeit in Worms. Gemeinsam mit ihrer Jugendleiterin Silke Weise schrieben sie die Texte, entwickelten Szenen und suchten nach Wegen, ihren Glauben greifbar zu machen. Unterstützt wurden sie bei der Durchführung in der heimischen Kirche in Wolfersweiler von Prädikantin Cornelia Möckel.
Ein optisches Highlight der Vorstellung war die Arbeit mit Schattenbildern. Doch die Symbolik dahinter war tiefgreifender als das bloße Spiel mit Licht:
„Wir sind keine grauen Schatten, die in der Masse der Gesellschaft untertauchen“, so die Botschaft der Konfirmanden.
Indem sie ihre persönlichen Schattenbilder überreichten, stellten sie klar: Jeder von ihnen ist ein lebendiges Individuum, das von Gott ganz individuell – eben bei seinem Namen – gerufen wird.

In einem Rollenspiel machten die Jugendlichen zudem deutlich, wogegen sie sich im Alltag oft wehren müssen. Sie weigerten sich symbolisch, nur nach Leistungen beurteilt, in Kategorien eingeteilt oder als bloße Erfüller von Erwartungen gesehen zu werden. „Wir sind keine Nummern“, lautete das Credo des Spiels, das viele Gottesdienstbesucher sichtlich bewegte.
Besonders atmosphärisch wurde es, als das Element Wasser ins Spiel kam. In Anlehnung an ihre Taufe – den Moment, in dem sie offiziell zum ersten Mal in der christlichen Gemeinschaft bei ihrem Namen gerufen wurden – ließen die Konfirmanden mit ihren Namen beschriftete Schwimmkerzen in ein Becken gleiten.
Doch die Jugendlichen blieben nicht unter sich: Sie luden die gesamte Gemeinde ein, Teil dieses Rituals zu werden. Jeder Besucher durfte eine eigene Kerze entzünden und sie „in der Kirchengemeinde treiben lassen“ – ein starkes Symbol für die Gemeinschaft, die jeden Einzelnen trägt.

Nach dem Segen fand der Gottesdienst einen ebenso kreativen wie kulinarischen Ausklang im Kirchencafé. Passend zum Thema „Namen“ wurden Buchstabenkekse gereicht.
Text: Silke Weise; Fotos: Nele Weise
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